10 Jahre Afghanistan: Die Perspektive des Hindukuschs

06/10/2011
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7. Oktober 2001: Beginn des Afghanistan-Einsatzes. 10 Jahre dauert diese Mission nun schon – länger als der 2. Weltkrieg. Am heutigen Tag spricht der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Oberst Kirsch, über die Burnoutsymptome der laufenden Bundeswehrreform, die NATO-Staaten treffen sich heute mit ihren Verteidigungsministern, um den Truppenabzug 2014 zu besprechen…parallel läuft die Vorbereitung zur dritten Afghanistan-Konferenz für insgesamt 90 Regierungschefs auf dem Bonner Petersberg, die nach gut informierten Kreisen nicht länger als 2,5 Stunden dauern soll und round about 19 Millionen Euro verschlingt.

Seit über vier Jahren besteht nun dieses Afghanistan-Blog. Viele Themen haben wir hier durchgekaut…kommen teilweise in den Wiederholungsmodus. Das Medien-Interesse ist zwar größer geworden, aber nicht vielfältiger in der Tiefe. Deshalb möchte mich an diesem heutigen Tage aus der politischen Debatte heraushalten und möchte Sie stattdessen auf zwei fantastische Afghanistan Internetprojekte aufmerksam machen, die die Perspektive der menschen am Hindukusch spiegeln – 10 Online-Dolumentation aus der Perspektive von Afghanen…www.csfilm.org schreibt:

As the 10th anniversaries of 9-11 and the October 7th US-led invasion of Afghanistan are upon us, many Americans are reflecting on the impact of these events on our lives.  Community Supported Film is providing an opportunity to also reflect on the situation from an Afghan perspective.  CSFilm is doing an online broadcast of ten short documentary films made by Afghan women and men during a filmmaking training in Kabul last fall.  The films will be available in full to the public for only a few more days – until the anniversary of the US invasion of Afghanistan on Friday, October 7th. The films can be watched at www.csfilm.org/films.

“We are all bombarded with so many mainstream media images of Afghanistan that are totally lacking an authentic voice.  ["The Fruit of Our Labor"] fills that void.  Connecting to Afghans trying to live with dignity and compassion under such horrific circumstances shatters so many of the incorrect underlying assumptions that have been a huge part of the problem, even for those sincerely trying to help the Afghan people.  What Americans need to see is that the Afghan people are just like the America people. Both are trying to make the best lives they can for their families and communities.” (Journalists Paul Fitzgerald and Elizabeth Gould, authors of “Invisible History: Afghanistan’s Untold Story”)
Ich wünsche Ihnen beim Anschauen der Dokumentationen viele An- und Einsichten und hoffe, dass Sie Afghanistan besser verstehen werden als Sie vorher dazu in der Lage waren…

“‘L’ is for Light, ‘D’ is for Darkness” – Full Version from Michael Sheridan on Vimeo.

“10 Jahre Afghanistan – 100 Visionen” ist das zweite Projekt vom TV-Sender arte, das ich Ihnen vorstellen möchte: Die Afghanen selbst zu Wort kommen lassen und unterschiedliche Ansichten und Einschätzungen miteinander zu konfrontieren: Das sind die beiden Prinzipien unserer neuen Webdokumentation “Afghanistan, 10 Jahre, 100 Blicke”. Bis zum 4. November 2011 finden sie auf unserer Multimedia-Plattform jeden Tag zwei neue Videos. Nach einem langen und blutigen Bürgerkrieg, nach den Jahren der Schreckensherrschaft des Taliban-Regimes, fasst die afghanische Jugend neuen Mut, hoffnungsvoll blicken die meisten in die Zukunft, so mancher schmiedet kühne Pläne. Die Reportage von September 2002 zeichnet ein Bild dieser 20jährigen Jungen, aufstrebenden Generation, die für eine bessere Zukunft Afghanistans eintritt. Klicken Sie auf das untere Bild, dann landen Sie direkt auf der entsprechenden arte Homepage zum Projekt.

 

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