Afghanistandebatte im Internet: Friedensmission um jeden Preis – oder sollen unsere Soldaten endlich abziehen? Bei “ZDF log in” könnten Sie heute Ihre Fragen stellen. Am 26. Januar gibt’s die Antworten von CDU-Politiker Philipp Mißfelder – live im Internet und im ZDF.infokanal um 21.45 Uhr.
Friedensmission um jeden Preis - oder sollen unsere Soldaten endlich abziehen? Bei "ZDF log in" könnt ihr eure Fragen stellen. Am 26. Januar gibt's die Antworten von CDU-Politiker Philipp Mißfelder - live im Internet und im ZDF.infokanal.
ZDF log in-Moderator Wolf-Christian Ulrich will wissen: Was brennt Ihnen in Sachen Afghanistan-Einsatz unter den Nägeln? Schicken Sie jetzt Ihre Videofragen!











Dieser ungerechte Krieg muß so schnell wie möglich aufhören. Es hat in diesen 10 Jahren nichts als Elend, Tod, Hass und Feindseligkeiten hervorgebracht und es wird auch nichts Positives erzielen. Wir sollten nicht versuchen, unsere “Demokratie” mit aller Gewalt in andere Länder zu transportieren, sondern einfach die Leute in Ruhe lassen, indem wir die Sitten und Kultur anderer Völker zu akzeptieren und vor allem die korrupten, von Westen gekauften Marionettenregierungen weiter zu unterstützen. Auf dieser Art hat der Mensch vielleicht eine große Chance, eine harmonische und friedliche Welt zu schafen.
“…Am 26. Januar gibt’s die Antworten von CDU-Politiker Philipp Mißfelder…”
Als ob dieser milchgesichtige Politikfunktionär, der nie im Einsatz war, irgendwelche Antworten zu geben in der Lage wäre!
Wenn auch spät: Danke für den Hinweis auf die Sendung, bin jetzt doch dazu gekommen sie anzuschauen.
Das Format ist sicherlich interessant. Dass auch mal Leute welche die Situation kennen zu Wort kommen, und Fragen aus der aktuellen Diskussion gestellt werden, ist insgesamt eine sehr positive Entwicklung.
Leider war das ganze dann doch von der Moderation sehr zerstückelt und immer wieder ausgebremst. Es konnte kaum was am Stück ausgeführt werden, und die “Experten” waren auch von der Redezeit nicht mehr als die Stichwortgeber für den “Star-Gast”.
Der war dann auch die größte Schwäche der Sendung, Orontes hat ihn fies-prägnant auf den Punkt gebracht.
Das Herr Mißfelder sich dieser Fragerunde gestellt hat muss man an dieser Stelle mal loben, solche “Townhall Meetings” sind unter deutschen Politikern ja immer noch die Ausnahnme.
Ansonsten gibt es leider nicht viel positives über ihn zu sagen. “Wenn es nach uns gänge wären wir gar nicht in Afghanistan, und jetzt geht es uns hauptsächlich darum rauszukommrn.” beschreibt schon den Mittelpunkt seiner Aussagen.
Dazu dann eine Argumentation, die bestenfalls verlogen war und die Anmerkungen der Expertenrunde immer nur abwiegeln statt aufgreifen konnte. Leuten, die im Land unterwegs waren, entgegenzuhalten dass er ja in Mazar-e Sharif und der Kabuler Innenstadt unterwegs war, und dort ja alles sicher sei, ist schlicht arrogant und dreist.
Einem Afghanen, der für den ISAF-Einsatz ist, der vor einem neuen Bürgerkrieg warnt, der aber darauf hinweist, dass dieser Einsatz das Erstarken der Taliban über 10 Jahre nicht aufhalten konnte, mit einem “ohne ISAF gibts Taliban und Burka” zu kommen ist … lächerlich.
Als er in den letzten Minuten behauptete, dass Deutschland mehr Geld für die Entwicklung Afghanistans als für den Bundeswehreinsatz dort ausgibt hat er sogar glatt gelogen (400 Mio. € für Entwicklung zu über 1 Mrd. € Einsatzzusatzkosten Bundeswehr).
Nicht, dass es nicht unehrlich wäre, auf den Hinweis, dass Deutschland 30 Mrd. € für Bundeswehr ausgibt, aber nur 1 Mrd. € als für zivile Krisenprävention, auf Projekte des Auswärtige Amt und des Umweltministeriums(!) in der Entwicklungshilfe zu verweien (Haushalte jeweils ingesamt 3,2 Mrd. € bzw. 1,6 Mrd. €)…
Den Kernpunkt, die von allen geforderte politische Lösung für Afghanistan, hat er zwar immer wieder erwähnt, aber nie ausgeführt wie die denn aussehen soll.
Dazu dann einige Details am Rande, wie die ach so anerkannte Frau Hoff von der FDP als einzige Referenz angeführt, oder das Bezeichnen der Bundeswehr als “Heimatschutzarmee”. Da sieht man glaub wirklich sehr gut, wessen Geistes Kind er ist. Das war zwar im negativen Sinne lehrreich, aber auch schwer anzuschaun.
Dabei war die Idee der Sendung an sich sehr nett. Vielleicht sollte man die einfach neu auflegen, statt als Prominenten-Konfrontationssendung aber als Runden Tisch. Nochmal mit den diesmaligen Experten, nur den CDU-Berufspolitiker durch eine Einsatzsoldaten ersetzen. Als Thema dann “Wie sähe eine verantwortbare deutsche Strategie in Afghanistan aus”.
Ok, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Aber ein Experten-Austausch statt einem Politiker-Schlagabtausch wäre schon was tolles.