Und ein weiteres Mal hat es das Thema “Afghanistan” auf die Bühne geschafft. Der schwierige Weg zum Frieden in Afghanistan Dokumentarischer Theateraben. Es ist ein Abend, der daran erinnert, dass die internationale Gemeinschaft – und mit ihre Deutschland – in Afghanistan eine große Verantwortung übernommen hat. Deutsche Welle. Viel aktueller kann Theater nicht sein. Berliner Morgenpost. „Potsdam – Kundus“ kann und will nicht mehr sein als Anstoß, sich selbst mit dem Konflikt zu beschäftigen. Was schwierig genug ist. Aber es gelingt. Märkische Allgemeine Zeitung. Es ist gut, dass diese authentischen Texte sechs gute Schauspieler spielen. … Sie räumen den Blick frei auf die Widersprüche, in die jede ernsthafte Beschäftigung mit dem Afghanistan-Krieg führt, führen muss. Berliner Zeitung. Nicht aus dem Einzelschicksal, sondern aus dem Geflecht der unterschiedlichen Perspektiven entwickelt sich die Verfahrenheit und Ausweglosigkeit, um das es hier geht. nachtkritik.de. So simpel und gleichzeitig so wuchtig, packend und erschütternd. Potsdamer Neueste Nachtrichten
Seit 2001/2002 engagiert sich die Bundesrepublik als Teil einer internationalen Staatengemeinschaft in Afghanistan. Die Bundeswehr befindet sich in Afghanistan im Auslandseinsatz und wird in den seit mehr als zehn Jahren anhaltenden Konflikt zwischen Taliban und anderen bewaffneten Gruppen auf der einen Seite und westlichen und afghanischen Truppen auf der anderen Seite verwickelt.
Vor den Toren Potsdams, in Geltow, hat das Einsatzführungskommando der Bundeswehr seinen Sitz. Von hier aus wird auch der Einsatz in Afghanistan koordiniert. Nach einer zunehmenden Zahl tödlicher Anschläge gegen Bundeswehrsoldaten, spätestens aber seit der Bombardierung zweier Tanklastzüge bei Kundus auf deutschen Befehl am 4. September 2009, wird hierzulande die Situation in Afghanistan als »Krieg« diskutiert. In dieser Diskussion kommen auch die unterschiedlichen Perspektiven von Wahrnehmung und Entscheidung vor Ort und in Deutschland zum Ausdruck. Die Fragen, die sich aus dem Konflikt, besser: den Konflikten, in Afghanistan ergeben, stehen symptomatisch für eine Vielzahl von Fragen, die sich auch künftig im Zusammenhang mit Konflikten in einer globalisierten Welt stellen werden.
Das Afghanistan-Engagement der Bundesrepublik hat neben dem militärischen eine Reihe weiterer Aspekte. Dazu zählen die Aufgaben des Staatsaufbaus, der humanitären und der Entwicklungshilfe. Dazu zählen auch die Positionen des öffentlichen Diskurses hierzulande und natürlich die Blickwinkel ganz persönlicher Erfahrung.
Auf der Grundlage von Recherchen und Gesprächen mit Partnern aus verschiedenen Feldern der deutschen Gesellschaft wird der Theaterabend die Facetten des deutschen Afghanistan-Engagements von der Petersberger Konferenz 2001 bis heute aus vielen Perspektiven und in vielen Stimmen betrachten. Auf der Bühne stehen in diesem Uraufführungs-Projekt eine Akteurin aus dem authentischen Umfeld und Schauspieler.
Der Regisseur Clemens Bechtel erarbeitete in den vergangenen Spielzeiten am Hans Otto Theater die dokumentarischen Theaterabende »Staats-Sicherheiten« und »Vom Widerstehen«.
Konzept, Buch und Regie Clemens Bechtel
Premiere 12. Januar 2011 Spielort Reithalle
Zum Spielplan von Potsdam -Kundus geht es hier.
Ein Premierenbericht der Schauspielerin Kathrin Ost:
What do I know about Afghanistan? I’m afraid not enough. For that reason I find it hard to form my own view on the current situation in this country and the efforts in the so-called peace process. Almost every day I try to classify the non-transparent and confusing news on a conflict which pile up more and more in front of me. However, I’m still trying. But sometimes I even just shrug my shoulders… It’s a disgrace! (weiter auf aan-afghanistan.org)











