Neue Blog-Serie: Diplomatin für Afghanistan

18/03/2013
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Heute nun mal wieder eine kleine Blogpremiere. Eine neue Autorin aus Bonn, Jennifer Stötzel, wird die kommenden Woche für Sie aus den USA berichten. Im Rahmen ihres Studiums wird sie in New York in einer Simulation der Vereinten Nationen Afghanistan als Diplomatin vertreten. Für wahr eine große Herausforderung und eine interessante Erfahrung zugleich. Seien wir gespannt, was Jennifer uns so berichten wird. Auch, wenn es nur eine Simulation ist, wird sie eigene Erfahrungen machen wie schweirig es ist, die Zukunft Afghanistans zu gestalten:

Heute geht’s los. Auf in zwei Wochen Amerika, Washington und New York. Doch es wird kein Urlaub. Gemeinsam mit 13 Kommilitonen der Uni Bonn werde ich an einer fünftägigen Konferenz in New York teilnehmen: National Model United Nations (NMUN). Dabei werden wir Afghanistan als Diplomaten vertreten und die Vereinten Nationen simulieren.
In der Stadt der Vereinten Nationen werden 5000 Studenten zusammen kommen und eine Woche lang als Diplomaten agieren – Reden halten, verhandeln, Resolutionen schreiben und abstimmen. Ich werde eine davon sein. Und ich bin Jenny, 22 Jahre, Studentin der Politischen Wissenschaft und Soziologie in Bonn und fasziniert von Afghanistan. Deshalb habe ich mich sehr gefreut als wir erfuhren, dass wir Afghanistan bei NMUN repräsentieren werden. Bereits 2011 habe ich an der Afghanistan Studenten Konferenz in Bonn teilgenommen, die parallel zur „richtigen“ Bonn-Konferenz stattgefunden hat.

Nun geht es also nach New York und ich werde mit Unterstützung meiner Mit-Diplomaten aus Bonn von dort aus berichten – über das Projekt, aber auch über Washington, wo wir uns noch weiter vorbereiten auf unser Projekt. So werden wir im Vorfeld die afghanische Botschaft in Washington besuchen und weitere Termine wahrnehmen, um uns mit Experten über Afghanistan zu unterhalten und das ein oder andere für NMUN mitzunehmen.

Und am 24. März ist es dann soweit. Im New Yorker Luxushotel Sheraton beginnt die Konferenz. Ich werde Afghanistan gemeinsam mit einer Kommilitonin in der General Assembly, Third Committee, vertreten. Dabei haben wir die Themen „Drogenhandel“, „Rechte von Behinderten, jungen und alten Leuten sowie von Familien“ und „Von der Finanzkrise zur sozialen Krise“. Am Anfang der Konferenz wird darüber debattiert – wie bei den originalen VN – in welcher Reihenfolge wir über die Themen debattieren.
Danach geht es erst richtig los mit der Arbeit: Reden vorbereiten (meist einminütige), vor rund 200 Leuten sprechen (Ja, ich habe schon ein bisschen Bammel!), in den Unterbrechungen der Reden Verhandlungen führen und am Ende hoffentlich eine erfolgreiche Resolution schreiben beziehungsweise mitschreiben und diese dann auch am besten durchbringen, das heißt Stimmen sammeln!

Dabei können wir nicht nur Erfahrungen im Diplomaten-Sein sammeln. Schon während unseres Seminars im vergangenen Semester haben wir unglaublich viel über Afghanistan gelernt. Das nun endlich – das war immerhin unser Ziel seit Oktober – einzusetzen, ist Wahnsinn!
Ich möchte darüber hier ein wenig berichten, wie es läuft und was ich so erfahre. Meine Kommilitonen werden mich dabei unterstützen und ich hoffe, ihr habt Spaß dabei uns virtuell zu folgen. Viel Spaß dabei!
Jenny**

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