Schöne Idee: Marsch der Verbundenheit…

13/08/2010
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Normalerweise veröffentliche ich hier ja keine reinen Pressemeldungen. Aber dieses mal möchte ich eine Ausnahme, weil ich die Idee sehr schön finde. Für nächstes jahr plane ich eine ähnliche Veranstaltung – auf dem Motorrad nach berlin. Ist aber bisher nur eine Arbeitsidee. Hier nun die heutige Pressemitteilung des Reservistenverbandes aus Bonn:

Marsch der Verbundenheit startet in München

Irmengard Röhle will ab Montag, den 16. August 2010 den bayerischen Jakobsweg von München nach Lindau zurücklegen: Aus Solidarität mit den deutschen Soldaten im Auslandseinsatz. Reservisten werden sie begleiten und auch jeder Bürger kann teilnehmen. Röhle, Frauenbeauftragte der Landesgruppe Bayern des Reservistenverbandes, sagt: „Ich will dabei mit den Bürgern ins Gespräch kommen, um sie auf den Einsatz der Soldaten aufmerksam zu machen. Bei meinem Marsch der Verbundenheit will ich für Verständnis für den schweren Einsatz der Soldaten werben.“ Die 50-Jährige hat 32 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Städte angeschrieben, die am 265 Kilometer langen bayerischen Jakobsweg liegen. Sie will sich mit ihnen treffen. „Ich habe bis jetzt viele positive Antworten erhalten. Ich werde den Bürgermeistern bei unseren Treffen die gelbe Schleife der Solidarität überreichen“, sagt sie. Ich werde in den Klöstern am Jokobsweg übernachten. Wer mit mir wandern möchte, sollte sich zuvor bei mir anmelden“, bittet Röhle.

Start: Montag, 16. August, 8:30 Uhr, Marienplatz: Treffen mit Honoratioren der Stadt München, im Anschluss Beginn des Marsches

Anmeldung: irmengard.roehle@web.de<mailto:irmengard.roehle@web.de>

Irmengard Röhle kann von Interessierten während der gesamten Zeit oder auf Teilstrecken begleitet werden. An den einzelnen Tagen beginnt der Abmarsch immer gegen 8 Uhr.

Orte, die angelaufen werden:

16. August: München, Pullach, Kloster Schäftlarn;

17. August: Kloster Schäftlarn, Ebenhausen Start, Zell, Neufahrn, Harkirchen, Manthal, Starnberg, Aschering, Kloster Andechs;

18. August: Kloster Andechs, Erling, Pähl, Raisting, Unterstillern, Wessobrunn;

19. August: Wessobrunn, Linden, Hetten, Hohenpreißenberg, Rottenbuch;

20. August: Rottenbuch, Wildsteig, Steingaden, Urspring, Steingädele, Prem, Lechbruck;

21. August: Lechbruck, Echerschwang, Bernbeuren, Stötten, Bertholdshofen, Marktoberdorf;

22. August: Marktoberdorf, Thalhofen, Geisenried, Oberthingau, Beilstein, Betzenried, Schweikarts, Kempten;

23. August: Kempten, Ermengerst, Buchenberg, Rechtis, Osterhofen, Weitnau;

24. August: Weitnau, Wilhams, Aigis, Geratsried, Mutten, Genhofen, Aich, Hopfen, Burkatshofen, Simmerberg;

25. August: Simmerberg, Weiler, Lindenberg, Allmansried, Lötz, Adelberg, Niederstaufen, Sigmarszell, Schlachters, Streidelsfingen, Lindau.


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7 Responses to Schöne Idee: Marsch der Verbundenheit…

  1. BausC on 13/08/2010 at 16:20

    Na das nenne ich doch mal eine gelungene Initiative. Der Mut und die Tatkraft von Frau Röhle wird hoffentlich mit vielen Mitwanderern belohnt. Und eine Muschel sieht mit gelber Schleife bestimmt auch nicht schlecht aus 😉

  2. Irmengard Röhle on 13/08/2010 at 18:01

    Ergänzend zur Pressemitteilung darf ich noch erwähnen, dass mich überwiegend aktive Soldaten begleiten werden. Zu meiner besonderen Freude marschieren auch Angehörige und Freunde von Soldaten im Einsatz mit.

    Am Montag gehts los….
    Ich freu mich schon sehr auf die vielen Begegnungen und Gespräche.
    Unabhängig von einer persönlichen Zustimmung oder Ablehnung eines Einsatzes der Bundeswehr haben es unsere Frauen und Männer im Einsatz einfach verdient, dass man menschlich zu ihnen hält. Denn sie leisten einen befohlenen Dienst für unser Land. Die oft vergessenen und gleichzeitig hoch belasteten Familienangehörigen schließe ich in diese Solidarität mit ein.

    Mit Gruß, I. Röhle

  3. Leaf on 13/08/2010 at 22:08

    Ich finde es sehr lobenswert was sie planen und wünsche ihnen viel Erfolg bei ihrem Vorhaben.
    Gemeinsam sind wir stark, gemeinsam stark für mehr Solidarität!!!
    Ich würde gerne mitwandern, leider ist es zu weit von mir entfernt und mein Urlaub schon wieder vorbei. Vll. ein ander Mal, in Gedanken bin ich bei ihnen und all den Soldaten und Soldatinnen im Einsatz.

    Liebe Grüße,
    Leaf

  4. Helga D. on 14/08/2010 at 10:27

    Liebe Frau Röhle,

    als „Soldatenmutter“ sage ich Ihnen von Herzen Danke für Ihre tolle Idee und Ihr Engagement. Bitte geben Sie dies an alle Teilnehmer weiter – leider wohne auch ich ein wenig zu weit entfernt von den „Orten des Geschehens“, werde aber in Gedanken mit Ihnen unterwegs sein.

    Es tut sich etwas in Deutschland mit der Wahrnehmung – langsamer und leiser als in anderen Ländern, aber ich finde, dafür teils niveauvoller und ehrlicher!

    Es gibt so viele gute und seriöse Anfragen, dass man sie oftmals gar nicht mehr bewältigen kann – all jenen, die „mehr“ wissen wollen, herzlichen Dank!

    Hier ein Hinweis für weiteres Engagement:

    http://www.theater-kiel.de/schauspiel/spielzeit/einsatz-spuren.htm

    „einsatz spuren“
    Eine Rechercheprojekt zu Euripides´“Die Troerinnen“:

    Der Krieg ist vorbei, die Schlacht ist geschlagen, die Mission erfüllt, der Sold ausgezahlt.Sie kehren in die Heimat zurück, zu Frau und Kindern. Doch in den Köpfen der Soldaten und in ihren Familien ist der Krieg noch lange nicht beendet. In seinem Stück „Die Troerinnen“ stelle Euripides 415 n. Chr. die Frage, welche Auswirkungen die Erfahrung des Krieges auf die Beteiligten haben. Er richtet den Blick nicht auf die Helden Achill und Odysseus, sondern schildert, wie die Frauen und Angehörigen versuchen, mit dem Krieg fertig zu werden. Spätestens seit dem Selbstmordanschlag auf einen Bus mit deutschen Soldaten in Afghanistan 2003 müssen auch die Familien in Deutschland wieder mit der Angst leben, dass ihre Angehörigen traumatisiert oder gar im Zinksarg zurückkehren. Nach der Rückkehr ist vieles nicht mehr wie zuvor. Der Krieg it in den Familien angekommen, unsichtbar hinter Reihenhausfassaden und gepflegten Vorgärten. Einer ferner Krieg, der näher rückt.
    Das Berliner Performance- und Theaterkollektiv „lunatics production“ entwickelt seine Stücke stets selbst. Ausgangspunkt sind umfangreiche Recherchen, Interviews und Archivarbeit. Erst aufgrund dieser Forschungen entstehen Texte, Spielregeln und Gestalt der Aufführung. Nach Statisten des Skandals zur Barschel-Affäre arbeitet „lunatics producation“ nun zum zweiten Mal für das Schauspiel Kiel. Ausgehend vom antiken Theaterstück „Die Troerinnen“ recherchiert das neue Projekt, welche Veränderungen und Verletzungen die Erfahrung des Krieges bei deutschen Soldaten und ihren Angehörigen hinterlassen.

    Premiere: Sonntag, 03.10.2010, 19:30 Uhr, Kiel, Studio Schauspielhaus

  5. Mario on 14/08/2010 at 12:19

    Hallo Boris,

    die Idee, mit dem Motorrad nach Berlin zu fahren find ich klasse! Da bin ich dabei. Wenn Du möchtest, unterstütze ich Dich bei der Planung und Durchführung. Einige aus meinem Kdo würden da bestimmt ebenfalls teilnehmen.

    Grüße,
    Mario.

    • Boris Barschow on 14/08/2010 at 12:32

      …und schon sitzt Du mit im Planungsstab 🙂 so schnell geht das heutzutage…

      • Mario on 14/08/2010 at 12:50

        Perfekt 🙂



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