Tagebuchserie einer Soldatenangehörigen…

04/07/2010
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Heute beginnt – wie im Deutschlandradio und auf Zeitonline Talk vorletzten Samstag schon angekündigt – die lose Tagebuchserie einer Soldatenangehörigen, deren Mann sich nun im Afghanistaneinsatz befindet. Es ist nicht sein erster. Leaf, 25 Jahre alt und aus dem Norden Deutschlands hat den Kontakt zum Afghnaistan-Blog über die dazugehörige Facebookgruppe gesucht. Folgende Email hatte Leaf mir geschickt, die Sie unterhalb dieses Bildes lesen können. Ich denke, dieser Mail braucht man keine Worte hinzufügen. Im Anschluss lesen Sie Leafs ersten Tagebucheintrag von heute:

Ich, Frau eines Soldaten der deutschen Bundeswehr mache mir mehr und mehr Gedanken. Der Einsatz am Hindukusch belastet immer mehr und auch wir stehen kurz vor dem In-Termin. Ich suche schon seit drei ein halb Jahren nach einer Möglichkeit Außenstehenden zu vermitteln, wie wichtig es ist unseren Soldaten Rückhalt zu geben. Drei ein halb Jahre Kopfzerbrechen. Als die Fußball EM kurz vor den Türen stand und Deutschland zu ihrem Land stand, ihrer Mannschaft den Rücken stärkte wurde ich nachdenklich.

Wie viele Männer und Frauen, Familienväter und Mütter, Töchter und Söhne, Brüder und Schwestern, Schwager und Schwägerinnen, Freunde und Freundinnen, Enkel, Lebensgefährten, aber letz endlich doch alles Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft riskieren Tag täglich ihr Leben um anderen Menschen wieder Sicherheit und vor allem aber Frieden zu bringen.  Die Tyrannei und das Machtgehabe müssen endlich aufhören und dies geht nur durch die Truppen der verschiedenen Länder!

Die Männer und Frauen, welche letz endlich für weltweite Sicherheit sorgen haben nichts mehr verdient als Rückhalt von ihren „Landsmännern“ zu erhalten. Wieso ist es möglich einer Sportart so entgegen zu Fiebern, ihre Siege mit Jubel zu feiern und die Nationalität mit Flaggen anzuzeigen aber nicht auch nur ein gutes Wort für Familien deutscher Soldaten zu finden? Wieso müssen Familienangehörige sich ständig wieder selbe Worte anhören, wenn in Erfahrung gebracht wird das Jemand in den Einsatz geht?

Wir Soldatenfrauen haben sehr zu kämpfen mit dieser Situation, ABER wir unterstützen JEDEN Soldaten wo wir nur können.  Wir Soldatenfrauen kämpfen mit Tränen, mit einem dünnen Nervenkostüm während eines Einsatzes.Meine Oma kommt aus Amerika. Ich habe ihr einen Link der New York Times gesandt. http://www.nytimes.com/2009/11/15/weekinreview/15kulish.html?_r=3&pagewanted=1 Sie konnte nicht glauben was sie gelesen hat und war so wütend, dass sie weinen musste.

Ich bin auch wütend! Wütend, dass Menschen, 11Männern die einem Ball hinterher rennen, entgegen fiebern diese aber NICHT auch nur einmal an all die Menschen gedacht haben, die jeden Tag im Namen der Sicherheit ihr Leben aufs Spiel setzen und auch leider verlieren können! Das Autos zerkratzt werden, welche die gelbe Schleife tragen, das Menschen in deutscher Uniform bespuckt und verprügelt werden. Es sind so viele Jahre seit Hitler vergangen und es ist doch nun unsere Aufgabe das so etwas NIE NIE NIE wieder passiert! Sie wissen es besser als ich, wie viele Menschen in Afghanistan in Angst und Schrecken wegen der Taliban leben müssen, sie müssen mit ihrer Seite publik machen wie wichtig Rückhalt und Achtung sind!

Sicherlich kennen sie auch www.bamm.de wieso kann man solchen grausamen Menschen nicht das Handwerk legen? Ich bitte sie inständig, sie haben so viele Leser, ich bin nur ein klitzekleines Licht welches die Hoffnung einfach nicht aufgeben möchte, bitte helfen sie unseren Truppen! Bitte nutzen sie ihre Kontakte und helfen mir die Menschen wach zu rütteln! Ich danke ihnen sehr!

Mit freundlichen Grüßen

Leaf

Selbstverständlich ist Leaf nicht ihr richtige Name. Ihre Identität und ihr Alter habe ich verfremdet, damit Sie und ihr Mann keine Schwierigkeiten bekommen, sowohl in Afghanistan als auch in Deutschland nicht – denn immer mehr Soldatenangehörige werden von bestimmten Gruppierungen drangsaliert und schikaniert. Das möchte ich verhindern, gebe aber gleich allen Bedenkenträgern den Hinweis, dass ich mit dieser Serie das Augenmerk auch auf die Menschen richten möchte, die bei allen Einsatzdiskussionen immer wieder vergessen werden.  Das obige Foto hat Leaf extra bei einem fotografen für unser Blog anfertigen lassen. ich habe es noch zusätzlich verfremdet, damit niemand auf ihre identität schließen kann. Leaf, ich hoffe, Ihnen mit IhrenTagebucheinträgen in diesem Forum ein wenig mehr Kraft geben zu können, damit Sie gemeinsam mit Ihrem Mann diese furchtbar lange Trennungszeit an Geist und Seele gut überstehen. Ich bedanke mich für Ihr Vertrauen und wann immer etwas ist, hier finden Sie immer Rat und Tat von mir und meinen Lesern…

Tagebucheintrag 4. Juli 2010

Liebe Leser,

sicherlich sind seid verwundert weshalb ihr nun auf meine „Schriftmarke“ in diesem Blog stoßt. Für mich hat es eine bedeutende Wirkung, weshalb ich hier schreibe und mich euch offenbare. Ich möchte im Geist das Thema Auslandseinsatz bearbeiten, es revuepassieren lassen. Ich erhoffe mir dadurch viele Menschen zum Nachdenken anzuregen. Ich erhoffe mir, dass es denen die Augen öffnet die sie sonst immer verschlossen hielten. Die Augen schließen? Wovor?  Ganz einfach, es gibt so viele Menschen die auf den Auslandseinsatz der Bundeswehr schimpfen.  Aber es gibt kaum jemanden der wirklich darüber nachdenkt WER darin alles involviert ist. Es sind nicht nur die Regierungen und Soldaten. Nein, es sind Menschen wie Du und Ich! Menschen mit Gefühlen, die sie vorher nie kannten und auch hoffen diese vielleicht nie mehr erleben zu müssen.

Familien, Freunde, Eltern, Kinder, Nachbarn, Du und Ich. Wir alle sollten es uns zur Aufgabe machen an unsere Truppen zu denken!  Und wenn es nur ein Lächeln ist, welches man einem heimkehrenden Soldaten schenkt. Dieses Lächeln kann Tore und Türen öffnen. Es stärkt den Rücken! Egal ob es  Deiner oder der des Soldaten ist.

Ich lerne gerade wie es ist sich einer Aufgabe zu stellen die unüberwindbar wirkt und  Ich möchte euch die Möglichkeit geben Einblick in das Gefühlschaos eines Menschen zu gewinnen, der immer dachte es wäre alles in Ordnung. Der nie daran dachte wie nah der Krieg in Wirklichkeit ist. Ich war ein Mensch der die Augen verschlossen hat vor dem was wirklich ist. Ich habe lieber weggeschaut als zu unterstützen, habe alles nicht an mich herankommen lassen. Dann hat es mich wie vom Blitz getroffen, alles war so nah. Ich konnte nicht mehr wegschauen, mich nicht abwenden, ich hätte nicht weglaufen können.

Meine Aufgabe besteht nun darin den Rücken meines Lebensgefährten zu stärken und ihm Kraft zu schenken! Eure Aufgabe besteht darin, vielleicht beim nächsten Treffen mit einer uniformierten Person zu lächeln. Zu lächeln, weil Du dich daran erinnerst was dieser Mensch durchmacht. Zu lächeln um ihm Respekt zu erweisen, zu lächeln weil Du den Menschen siehst und nicht die Uniform. Zu lächeln, weil dir nach lächeln ist!

Eure Leaf

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10 Responses to Tagebuchserie einer Soldatenangehörigen…

  1. Helga D. on 05/07/2010 at 09:47

    Liebe Leaf,

    ich gratuliere Ihnen zu Ihrem Mut und den Ihres Soldaten und hoffe, dass Sie keine Schwierigkeiten bekommen. Man hat leider nicht nur Angriffe von Außen zu erwarten und zu überstehen, sondern vor allem auch von „Innen.“
    Selbst die USA pflegen in den Feldlagern nun eine andere Medienarbeit nach der „Verbal-Attacke“ von McChrystal.

    Persönlich möchte ich Ihnen als Soldatenmutter, die sich seit drei Jahren in der Öffentlichkeit, auch über die Medien, für Ihre/unsere Mahnungen einsetzt, viel Kraft und starke Schultern wünschen: Für die Meisten sind wir „stark belastet“, haben ein „schwaches Nervenkostüm“, sehen „alles aus dem falschen Blickwinkel“ etc. etc. – nur weil, wir näher dran sind, nur weil wir Vieles erfahren, was ein SoldatIn niemals in aller Öffentlichkeit erzählen würde, weil immer noch die „Weichei“- und „wir sind alles harte Kerle-Nummer“ bei so vielen auch in der Bw selbst durchgezogen wird!?
    Aber es gibt immer mehr einsatzerfahrene SoldatenInnen, auch auf Führungsebene, die die Nase voll haben und dafür sorgen, dass die Tatsachen endlich so geschildert werden, wie sie sind. Hier zieht man u. a. im „Netzwerk der Hilfe“ an einem Strang!

    Lassen Sie sich nicht entmutigen, schildern Sie die Dinge, so wie Sie sie erlebt haben – Sie/wir wissen, wie es ist und wer es nicht glaubt, soll diese Erfahrungen gerne selber machen. Trifft man irgendwo in der Republik auf unbekannte Soldatenfamilien – alle berichten von den gleichen Erfahrungen und Empfindungen!

    Aber „verkraften“ Sie auch die „Verbalattacken“, die wir über uns ergehen lassen müssen – wir wissen, wofür und für wen wir das tun. Wir leisten das, was Gesellschaft und Politik nicht leisten will und wofür sich leider auch „Ewig Gestrige“ der Bundeswehr immer noch gerne drücken.

    Ihnen viel Kraft und Ihrem Soldaten eine gesunde Heimkehr!
    Ich werde Ihre Berichte mit Interesse verfolgen…

    Ihre
    Helga D.

  2. Klaus on 05/07/2010 at 21:09

    Vor kurzem schrieb ein ca. 50-jähriger Soldat auf Führungsebene aus seinem ersten Afghanistan-Einsatz einen mehrseitigen Brief an uns Soldatenfamilien.

    Er müsse gestehen, dass er heute, nachdem er es mit seinen eigenen Augen gesehen und am eigenen Leib erfahren habe, alles anders sehe. In Deutschland käme auch nicht annähernd herüber, welche Bedingungen dort vorherrschten unter denen die Kameraden ihren Auftrag erfüllten.

    Ein überaus menschliche und emotionale Berichterstattung mit seiner Erkenntnis, nie wieder würde er über etwas ein Urteil fällen, was er zuvor mit seinen eigenen Augen gesehen habe und den übergroßen Respekt, den er seinen Kameraden zolle, die anders als er, täglich draußen ihr Leben riskierten.

    Nach dem Vorlesen der mehrseitigen Briefes herrschte bei den Familien beifälliges Nicken und Betroffenheit – in den Augen der einsatzerfahrenen Soldaten war zu erkennen, dass sie viele Tausend Kilometer weit weg waren mit ihren Erinnerungen – minutenlanges Schweigen.

  3. Daniel Lücking on 10/07/2010 at 20:38

    Hallo Leaf,

    die Belastung für die Familie können – und wollen – in unserer Party-Gesellschaft kaum noch Menschen nachvollziehen.

    Kommentare wie:
    „Ist doch sein Beruf!“, „Ihr kriegt doch ordentlich Geld!“,“Sind ja nur 4 Monate …nur noch 6 Wochen.. usw!“ werden sicherlich kommen und ich wünsche Ihnen, dass Sie nicht all zu oft damit konfrontiert werden.

    Leider versteht auch die Masse der Leute nicht, dass der Einsatz weitaus früher in der Familie beginnt und erst lange nach der Rückkehr wirklich endet – wenn überhaupt.

    Ich wünsche ihnen viel Kraft für die kommenden Monate.

  4. Helga D. on 15/07/2010 at 09:32

    Irgendwo an einem Flughafen in Deutschland an einem brütendheißen Sommertag im Juli 2010 – Familien mit Klein- und Kleinstkindern, Spieße, Vorgesetzte und Kameraden stehen in der knalligen Sonne in einem „Gang“ zwischen Parkhaus für Langzeitparker und Blech-Container, das „Terminal“ für die ankommenden Soldaten aus dem Einsatz. Keine Toiletten, keine Sitzgelegenheiten, keine Möglichkeit zum Getränkekauf, das sog. Terminal geschlossen, nur auf der Rückseite ist die Tür offen, durch die Glasscheibe kann man auf das Gepäckband sehen…

    Endlich ist der graue Punkt zu sehen, der Airbus setzt auf, die ersten Soldaten kommen aus der Maschine, schauen gen Himmel – wir können nur ahnen, was in ihren Köpfen vor sich geht – verharren einen Moment und werden dann von den dahinter wartenden Kameraden die Treppe nach unten geschoben. Der Bus rollt die kurze Strecke übers Flugfeld, an den Zäunen stehen die Familien, die Kleinkinder mit den T-Shirts „I love Papa“ oder bemalten Tüchern „ich liebe Dich Papa, Du bist der Größte, willkommen zu Hause, Mädels mit rosa Herzen in der Hand „Willkommen mein Schatz“, Eltern mit Deutschland-Fahnen, selbst die Chefs haben ein Betttuch bemalt: „Willkommen in der Heimat, Kameraden“.

    Wenige Minuten später drücken wir uns die Nasen platt an der Glasscheibe, das Gepäck will und will nicht kommen, manches ist zurückgeblieben in Termez mit der Bemerkung „irgendwann, wenn mal in einer der Maschinen Platz ist“ – egal, Hauptsache „wir sind hier“, heißt es. Als einer der ersten Soldaten, kommt einer mit einem Hund heraus, ein stolzes Tier, was mag er wohl erlebt und durchgemacht haben, aber er lahmt gottlob nicht, er schein wohlbehalten zu sein! Dann kommen die nächsten, vereinzelt, nachdem sie sich – FRauen und Männer vorher am Gepäckband noch in den Armen liegend verabschiedet haben – in die „Freiheit“ und in die Arme ihrer Liebsten – unglaubliche Szenen, nur wer es mal mitgemacht hat, kann es nachvollziehen. Die Kameraden, die „Spieße“, die Chefs umarmen ihre Kameraden, heißen sie willkommen – und das spürt man, aus vollem Herzen und mit jeder Menge Respekt! Manch einer von ihnen, weiß, wo sie waren und wie es ist, nach Hause zu kommen…

    Wir haben „ein Kaltgetränk“ vorbereitet heißt es von ihnen und wir gehen an den „Bw-Fuhrpark“: Bier, Wasser, Cola, Limo, Brötchen, Frikadellen, Obst etc. an alles haben die „Spieße“ gedacht. Es wird geschwatzt, keiner will so richtig nach Hause, man will irgendwie diesen Moment festhalten, genießen und immer wieder der Spruch von „unseren Jungs“: „Wir haben es geschafft… raus aus diesem verd…. und verdr….Afghanistan“ – immer wieder. Die Gesichter von den meisten braun gebrannt, die Augen unnatürlich geweitet, erschöpft und glücklich, vollkommen unter Adrenalin stehend – wenige Stunden zuvor waren sie noch „in der Hölle“, erst in Termez konnte erster Dampf abgelassen werden…
    Die Körper sind zurück in der Heimat – aber die Seele kommt ganz langsam zu Fuß über den Hindukusch hinterher, das lege ich den „Chefs“ ans Herz – die „Kriegserfahrenen“ nicken, sie wissen es…
    Die Nachbereitungstage sind schon gebucht – und vom Chef für alle „befohlen.“ Warum nur das erste Mal Pflicht ist, werde ich nie verstehen – um PTBS und anderen seelischen Problemen entgegenzuwirken muss dies grundsätzlich für alle immer und immer Pflicht werden!!!

    „Langsam Aufsitzen“ sagt der Chef nach gut 1 1/2 Stunden „Willkommensfeier“, wir drücken uns ein letztes Mal, der Soldat reist gen Nordosten, wir reisen gen Südwesten – in wenigen Wochen werden wir uns wiedersehen.
    Die Soldaten melden sich heute offiziell zurück, reichen ihre Urlaubsscheine ein und werden den Sommer mit ihren Familien zu Hause im Garten, an der See, beim Angeln, mit einer Reise auf dem Bike quer durch die Republik verbringen. Manch einer weiß, wie er das G36 benutzt, aber das mit der Windel muss er noch lernen – sein Kind hat er noch nie gesehen 😉
    Und so werden wir alle wieder lernen müssen, im „normalen“ Alltag Fuß zu fassen, wo meine Seele sich zurzeit befindet, weiß ich auch noch nicht ganz, ich habe sie beim letzten Einsatz erst 12 Wochen später „wiedergefunden“ und da waren es nur 5 Monate, jetzt haben wir über 7 Monate Einsatz hinter uns. Aber auch das werden wir schaffen!
    Damit ich keine Entzugserscheinungen bekomme, werde ich dem Aufruf der KAS folgen und einen Brief an einen unbekannten SoldatIn schicken „wir denken an Euch“…
    Und für den „Rest der Kompanie“ werde ich weiter meine Kerze jeden Morgen anzünden und auch das gelbe Band am Baum wird weiter flattern – bis der Letzte zu Hause ist!

    Allen „den da oben im Himmel“, allen unermüdlichen Schutzengeln im Einsatz, den wenigen Freunden, die uns unterstützt haben, die immer wieder nachgefragt haben, die Päckchen und Briefe an „meinen Soldaten“ geschickt haben – von Herzen Danke! Danke „mein Soldat“, dass Du Dein Versprechen wahr gemacht hast „ich komme wieder zurück zu Dir nach Hause….“

    Der „Ablösung“ und deren Familien wünsche ich alles Soldatenglück der Welt und seien Sie, liebe SoldatInnen, immer zum richtigen Augenblick am richtigen Ort, damit auch Ihre Familien „am Tag danach“ so fühlen können, wie ich: Erschöpft, glücklich, dankbar, noch nicht fassen könnend – wir haben es geschafft!!!

    • Gabi on 11/01/2011 at 11:54

      Liebe Helga,
      auch ich bin eine Soldatenmutter und mein Sohn ist vorige Woche das dritte Mal nach Afghanistan geflogen. Ich bin alleine mit meinen Sorgen und Ängsten. Durch Zufall habe ich diese Seite entdeckt. Ich habe geweint als Deinen Beitrag gelesen habe. Ich bete jeden Tag für unsere Soldaten/innen und denke jede freie Minute an sie.

  5. Leaf on 18/07/2010 at 09:46

    Danke Helga,
    mir kommen die Tränen!
    Ich habe momentan das Problem das ich schon vor vielen Wochen gemerkt hat das sich die Seele meines Mannes auf den Weg in den Hindukusch begeben hat und das tut weh!
    Ich hoffe so sehr, bete täglich, die Luft ist einfach raus!

  6. Helga D. on 13/01/2011 at 09:23

    @ Gabi

    Falls Sie irgendwann das Bedürfnis haben sollten, sich auszutauschen – meine Kontaktdaten bekommen Sie gerne von Boris Barschow.

    Eine Zeitungsmeldung heute hat mich mal wieder zweifeln lassen, warum die Gesellschaft, Politik und die meisten V.I.P.s in Deutschland so „anders“, so „verdruckst“ mit unseren SoldatInnen umgehen. Unsere Geschichte mag ich einfach nicht mehr hinnehmen als Begründung – immerhin haben alle Nationen in Europa und in den USA ebenso schlechte Kriegserfahrungen wie wir, auch dort sind Menschen getötet worden oder haben andere getötet.

    Nicht nur der Thronfolger Nr. 2 in Großbritannien Prinz William unterstützt die Organisation „Help for Heroes“ in aller Öffentlichkeit, auch Thronfolger Nr. 3 Prinz Harry setzt sich für „Walking with the Wounded“ ein und will verwundete Veteranen an den Nordpol begleiten – beide sind Angehörige der britischen Armee – nicht nur eine Tradition, sondern eine Selbstverständlichkeit für alle Royals.

    James Blunt, Robbie Williams, Enrique Iglesias u. v. m. leisten ihren Beitrag in Konzerten für „Help for Heroes.“ Land Rover hat seinen Millionsten Range Rover als Spende dieser Organisation überreicht – immerhin im Wert von 85.000 GBP.

    Aber am meisten hat mich fasziniert, welche Solidaritäts-Zeichen es in Großbritannien für ihre SoldatInnen gibt, die diese Organisation unterstützen – 19 Seiten im Online-Katalog. Vom Hunde-Halsband über Handschuhe, Shirts, Manschettenknöpfe, Krawatten, Schlabberlätzchen für die Kleinsten, Einkauftaschen, Mouse-Pads, Taschenlampen – Unglaubliches ist dort zu finden und: Es scheint ja gefauft zu werden, sonst würde es nicht in einer solchen Vielzahl angeboten werden!
    In Deutschland würde man solcherlei sicherlich „irritierend oder grenzwertig“ finden – warum eigentlich?

    Bei meinem letzten Einkauf in der City bin ich schon seltsam angeschaut worden mit meinem Tarnfleck-Leinenbeutel der Bundeswehr – macht nichts, „jetzt erst recht“…

    Wer unserer Politiker bzw. deren Söhne/Töchter zieht eine Uniform an und setzt Zeichen? Man muss schon dankbar sein, wenn ein Minister wie Dirk Niebel die „gelbe Schleife der Solidarität“ ständig an seinem Revers trägt, meines Wissens übrigens als Einziger.

    http://www.presseportal.de/pm/82163/1711825/range_roverhttp://www.bundeswehr.de/fileserving/PortalFiles/C1256EF40036B05B/W28C4CQR772INFODE/49_Gesamtausgabe_G.pdf

    https://www.shop.helpforheroes.org.uk/categories/All-Products/

    http://www.abendblatt.de/vermischtes/article1754856/Prinz-Harry-will-behinderte-Veteranen-zum-Nordpol-begleiten.html

  7. Faustus Eberle on 13/12/2011 at 00:59

    Thanks , I’ve recently been looking for info about this topic for ages and yours is the greatest I have discovered till now. However, what about the bottom line? Are you certain in regards to the supply?|What i do not understood is in fact how you’re now not actually a lot more smartly-preferred than you may be right now. You are so intelligent.

  8. Anja Reschke on 14/12/2011 at 15:37

    Liebe Angehörige von Soldaten im Afghanistan Einsatz,

    schon seit vielen Jahren beschäftige ich mich immer wieder mit dem Thema Afghanistan. Schon im April 2010, nachdem 4 tote Soldaten heimgekehrt waren, wollte ich einen Beitrag machen über die Angehörigen von Soldaten, mit genau den Fragestellungen, die Sie alle hier aufwerfen. Spüren Sie Solidarität der Bevölkerung, wird der Job anerkannt, werden Sie unterstützt? Wie gehen Sie mit der Angst um? Was empfinden Sie jetzt, wo der Bundestag beschließt, den Afghanistan Einsatz zu beenden?
    Wie ich hier lese, prangern viele von Ihnen mangelndes Verständnis und mangelnde Unterstützung der Bevölkerung an. Leider musste ich die Erfahrung machen, dass sich so gut wie niemand bereit erklärt hat, mit mir darüber zu sprechen. Was schade ist, weil die Medien schon auch Transmitter sein können. Verständnis wecken können. Sollte eine(r) von Ihnen Interesse haben, sich einmal ganz informell mit mir über dieses Thema auszutauschen, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie mich anmailen könnten. Sie erreichen mich unter: a.reschke.fm@ndr.de
    Ich würde mich freuen, wenn einer von Ihnen auch den Mut aufbrächte, aus der Anonymität herauszutreten und öffentlich zu sprechen. Nur so kann man das Thema auch in der Öffentlichkeit platzieren.
    Anja Reschke

  9. Laily on 05/01/2012 at 04:55

    Hallo,

    ich bewundere all diejenigen dermaßend, die ihre Söhne und Ehemänner nach Afghanistan senden, um anderen Menschen auf dieser Welt zu helfen. Ich bin selbst eingedeutsche Afghanin, lebe seit 1981 in Deutschland und hätte mit Sicherheit nicht den Mut, dasselbe mit meinem Sohn zu tun.
    Man kann diesen Personen nicht genug danken – sie leben, um zu helfen und das ist vorbildlich!
    „Glückselig ist der, der anderen zum Glück verhilft, und das eigene Glück vernachlässig“.
    „Ich nehme wahrlich meinen Hut vor Euch ab“!!!
    Danke!

    Laily



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